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Weihnachtslachs 2016

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Damen U19: CVJM Riehen - BC Moutier 131:18 (70:10)

Zum "Santichlaus" spielten sich die Girls aus Riehen verdient einen Sieg in den "Santichlause-Sack". Erneut nur zu siebt angetreten, war eigentlich auf Grund der Tabellenklassierungen klar, wie das Spiel ausgehen sollte. Doch jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Auch hier hagelte es viele Fouls und die Spielerinnen mussten viel ertragen und einstecken können. Diesmal war es nicht "aggressionsbedingt" sondern wohl eher noch aus Unbeholfenheit. So wurde mit diesem Sieg mit mehr als über hundert Punkten Differenz eine weitere gute Grundlage für das finale Spiel der Vorrunde vom Freitagabend in Münchenstein gelegt.

Natürlich hätte es auch Bestechung sein können, als der Coach der Riehenerinnen den Teams, den Schiedsrichtern und Offiziellen vor dem Spiel "Grättibänze" verteilt hat. Zweifellos war die Aktion aber eher aus Herzlichkeit gewachsen und wenn man den Abend schon in der Halle anstatt bei der Familie zu Hause verbringen musste, dann konnte eine kleine Wertschätzung nicht schaden. So gingen die Teams das Spiel auch mit viel Herz und Charme an - hatten auch noch die Musse und Kraft, sich gegenseitig aufzuhelfen, wenn man wegen eines Fouls gestürzt war. Dennoch hat man sich wenig geschenkt: Die Riehenerinnen wollten zeigen, was sie konnten und mit möglichst hoher Punktedifferenz klar machen, wer in der Region das Sagen hat. Denn die Statistiken haben sie immer wieder vom Podest verdrängt, da sie noch zu wenig Spiele absolviert hatten und damit andere Teams auf einmal besser dastanden. Die Jurassierinnen aus Moutier wollten sich aber nicht einfach geschlagen geben und haben ihr Bestes gezeigt: Beherzt gingen sie ins Spiel und haben bis zu dessen Ende bravourös gekämpft.

Dennoch liessen die Riehenerinnen gleich zu Beginn klar werden, wer hier Platzhirsch ist. Gleich mit 38 zu 4 Punkten haben sie das erste Viertel dominiert. Mit einer kurzen Phase von Pressing haben sie das Spiel der Gegnerinnen schon ab der Grundlinie zunichtemachen und das Vordringen über die Mittellinie durch geschicktes Abfangen der Pässe und kontern in eigene Punkte umwandeln können. Hier hat sich gezeigt, dass den Gegnerinnen nur mit Würfen aus weiter Distanz Erfolgserlebnisse beschert sein würden. Das war dann auch das einzige Rezept für die Mannschaft aus Moutier, um überhaupt zu Punkten zu kommen.

Im zweiten Viertel ging man gleich nochmals zur Sache und hat mit wunderschönem Zusammenspiel und schnellen Angriffen den Vorsprung ausgebaut. Den Gegnerinnen blieb nichts übrig, ausser entweder bei den Durchbrüchen zum Korb zuzusehen oder zu versuchen, diese mit Fouls zu stoppen. Beides hielt sich wohl die Waage, dennoch mündete gerade das zweite Viertel in ein Wurftraining für die Spielerinnen aus Riehen. Denn innert kurzer Zeit wurden viele Fouls sanktioniert und sie konnten Freiwurf an Freiwurf werfen.

Auch das dritte Viertel war grundsätzlich nicht anders als die beiden vorangehenden. Nur haben die Schiedsrichter in diesem Teil damit begonnen, die eher unbeholfenen (aber dennoch störenden) Fouls der Gegnerinnen nicht mehr zu sanktionieren und dafür den Riehenerinnen mehr auf die Finger zu sehen. So waren in diesem Viertel die ersten Fouls auf ihrer Seite zu verzeichnen. Mit einer mehrminütigen Phase von Zonenpressing gleich zu Beginn, konnten die Riehenerinnen dennoch resultatemässig ein Optimum erreichen. Dennoch hat man einigen Spielerinnen angesehen, dass sie konditionell oder gesundheitlich ihren Grenzen langsam näher gekommen sind.

Im letzten Viertel hat der Coach zu Beginn daher auf Pressing verzichtet, um die Kondition der Spielerinnen zu schonen. Trotzdem war es das Viertel mit der schlechtesten Ausbeute. Bei vielen Aktionen musste drei-, viermal zum Rebound angesetzt werden, um den Ball endlich in den Korb zu bringen oder die Gegnerinnen hatten ihn erbeutet. Dies lag natürlich auch daran, dass Fouls bei Moutier inzwischen fast gar nicht mehr sanktioniert wurden und damit das Treffen durch die Behinderungen auch nur noch bedingt möglich war. Dadurch war das letzte Viertel resultatemässig das schwächste im Spiel und der Rekord aus dem ersten Spiel mit 135 Punkten wurde knapp verfehlt. Im verbleibenden Training vom Donnerstag wird es nun darum gehen, die Spielerinnen einerseits zu schonen, damit sie im entscheidenden Spiel vom Freitag dem Spiel und Takt der Arlesheimerinnen folgen oder diese gar dominieren können. Auch wird es darum gehen, an der Aufstellung und den Spielzügen beim Stellungsspiel zu arbeiten. Hier steht das Team noch zu eng und lässt daher noch zu wenig Raum für Entfaltung. Auch bei Defensiv-Rebounds ist der gewünschte Reflex, des "in-den-Rücken-Nehmens" der Gegnerinnen noch nicht vorhanden; das ist aber ein Verhaltensmuster, welches sich nicht "auf die Schnelle" angewöhnen lässt.

Wir sind gespannt auf das bevorstehende Spiel: Denn beide Teams haben noch kein Spiel verloren - Riehen dominiert die Liga jedoch klar nach Punkten. Dies ist auf der Rangliste nur noch nicht ersichtlich, weil die Resultate der letzten Spiele noch nicht nachgeführt sind. Am Spiel im Gymnasium Münchenstein vom Freitagabend um 18:30h ist jede Unterstützung willkommen! Der "Kampf der unbesiegten Giganten" lässt auf ein spannendes und schnelles Spiel hoffen.

Viertelsresultate: 38:4 / 32:6 / 38:6 / 23:2

CVJM Riehen Basketball: Belinda Mensah (30), Amanda de Laat (16), Nina Seibold (13), Gianna Gattlen (2), Jana Trüeb (38), Elisabeth Bartelmus (2), Celine Pairan (30)
Coach: Urban Müller Freiburghaus

Herren U19: CVJM Riehen – BC Bären 49:119 (16:60)

Niederlage im letzten Spiel der Vorrunde

ds: Am Samstag dem 3. Dezember fand das Spiel, CVJM Riehen : BC Bären, statt.
Das Herren U19 Team startete sehr schlecht und hat die erste Halbzeit mit 16:60 verschlafen. Das erste Viertel ging mit 8:28 verloren. Obwohl das bereits deutlich genug war, ging das zweite Viertel noch deutlicher, mit 8:32 an die Gäste aus dem Kleinbasel.
In der zweiten Halbzeit wurden die Riehener stärker und probierten mit mehr Motivation das Spiel anzugehen. In der Offense lief es nun besser und Riehen konnte öfters punkten. Trotzdem ging das dritte Viertel verloren (19:29). Zum Vergnügen der Fans, zeigten die Riehener eine deutlich bessere Leistung als in der ersten Halbzeit.
Im vierten Viertel war die Leistung des CVJM Riehen vergleichbar mit der im dritten Viertel. Die grosse Schwäche an diesem Tag lag aber eindeutig in der Defense des CVJM’s. Das gegnerische Team, das mit dem Minimum an Spielern spielte, kam viel zu einfach zum Korb und traf auch sehr gut die Würfe von aussen. Mit einem Viertelsresultat von 14:30 stand deshalb das ernüchternd hohe Endresultat von 49:119.

CVJM Riehen: Castagnaro Filippo, Castagnaro Francesco, Sidler Diego,Nett Corsin, Matthias Stirnimann, Josua Bartha, Fabian Pijpers, Joel Weissenberger, Joel Friedlin, Valentin Achermann, Zanetti Gierom
Coach: Walther Pascale; Ass.Coach: Spitteler Daniela
Es fehlten: Saez Daniel, Paul Lessing, Scharf Noah, Guntrum Felix

Herren U19: SC Uni Basel- CVJM Riehen 81:37 (37:15)

Trotz grossem Willen und Einsatz verloren wir das Spiel deutlich

jb: Im ersten Viertel konnten wir uns zwar einige Chancen erarbeiten. Leider verwandelten wir davon zu wenige, womit wir uns bereits einen Rückstand von 14 Punkten einhandelten (20:6).

Das zweite Viertel lief besser für unser Team. Wir waren bereit in der Defense und konnten auch mehr Körbe erzielen. Allerdings gelangen unseren Gegnern auch in diesem Viertel mehr Punkte als uns (17:9), wodurch unser Rückstand bereits bei 26 Punkten lag.

Nach der Pause erlebten wir einen harten Rückschlag. Wir waren zu langsam in der Defense und wurden dauernd überlaufen. Auch im Angriff hatten wir kein besonderes Glück, wodurch wir das dritte Viertel klar und deutlich, mit 25:7 verloren.

Das vierte Viertel lief, wie fast immer, am besten für unser Team. Wir konnten 15 Punkte erzielen und konnten die Angriffe unserer Gegner häufiger stoppen. Da auch das vierte Viertel mit 19:15 knapp an unsere Gegner ging, verloren wir das Spiel schliesslich mit 81:37 deutlich.
Wir verloren das Spiel mit einer Differenz von 44 Punkten klar. Vor allem das letzte Viertel macht aber Mut. Alle Spieler konnten eingesetzt werden und Spielpraxis sammeln.

CVJM Riehen: Castagnaro Filippo, Castagnaro Francesco, Nett Corsin, Matthias Stirnimann, Josua Bartha, Fabian Pijpers, Joel Weissenberger, Joel Friedlin, Valentin Achermann, Zanetti Gierom, Paul Lessing
Coach: Walther Pascale
Es fehlten: Saez Daniel, Sidler Diego, Scharf Noah, Guntrum Felix

Junioren U14 Low: TV Muttenz - CVJM Riehen 93:23 (35:8)

Am Ende überwog die Enttäuschung

«15-2, 20-6, 16-8» Die Resultate der ersten drei Viertel sprechen zwar auch eine deutliche Sprache zu Gunsten des TV Muttenz, allerdings hielten die Riehener so gut es ging dagegen, und alle mitgereisten Spieler kamen zum Zug. Was dann im 4. Viertel folgte war eine grosse Enttäuschung. Nach jedem der unzähligen Ballverluste wuchs die Verzweiflung und anstatt positiv zu bleiben, liessen die Spieler die Köpfe hängen und glaubten nicht mehr daran, das Spiel positiv zu gestalten können. Die Konsequenz war das man das 4. Viertel mit dem vernichtenden Teilresultat von 42:7 abschloss und enttäuscht aus der Halle abzog.

Die aggressive Full-Court Press, die die Muttenzer über weite Strecken des Spiels praktizierten, erwies sich für das Team aus Riehen als echte Knacknuss. Zwar schafften es die ballfertigen Aufbauspieler Riehens immer wieder sich aus der Umklammerung zu lösen, allerdings resultierte aus dem ersten Pass zu oft ein Ballverlust.  Die stark besetzte Mannschaft aus Muttenz schlug aus diesen zu oft Kapital, auch weil die Zuteilung in der Verteidigung beim CVJM Riehen nicht richtig klappte. Immer wieder ging ein Spieler vergessen oder wurde ein anderer unnötigerweise gedoppelt, so dass den Muttenzer das Punkten nicht wirklich schwer gemacht wurde.  Die (zu) vielen einfachen Punkte und die intensive Verteidigungsarbeit des TV Muttenz führten in der Summe zur Demoralisierung in den Reihen der Riehener. Anstatt sich gegen diese aufzubäumen und sich gegenseitig Mut zu machen, gaben sich die Spieler zum Ende der Partie auf –das ist schade und darf nicht passieren.

Aber auch an diesem Montagabend war natürlich nicht alles schlecht, was die junge, noch nicht so erfahrene Mannschaft aus Riehen zeigte. So gelangen Asmir bei seinem Debut für den Cevi Riehen nach nervösem Start durch kompromissloses und cleveres Verteidigen viele Ballgewinne, die seiner Mannschaft die Möglichkeit gaben einige erfolgreiche Angriffe zu lancieren. Auch liessen die Jungs immer wieder ihr schon vorhandenes Können aufblitzen, sei dies durch rasches Umschalten, gute Würfe aus der Mitteldistanz oder schnelles Passspiel.

Wo noch Verbesserungsbedarf besteht hat dieses Spiel nochmals aufgezeigt, und diesen Aspekten werden wir uns im Training mit hoher Intensität widmen.

CVJM Riehen: Nolan Tierney, Daniel Graham, Lucien Grand-Guillaume, Anuraj Gobiraj, Simon Ramp, Lilian Gorgerat, José Almanza, Bastian Strahm, Asmir Baftijari (Debut für den CVJM Riehen). - Coach: Claudio Larghi

Damen U19: CVJM Riehen - Jura Basket 86:44 (42:23)

Eigentlich war ein Basketballspiel angekündigt, doch was sich am Samstagnachmittag in der Niederholzhalle in Riehen abspielte, kam eher einer Schlacht gleich. Angeheizt vom Coach und dem Publikum, vergassen die Gäste aus dem Jura, was Fouls sind, was Fairplay heisst und liessen den Coach der Riehenerinnen um die Gesundheit der Spielerinnen fürchten. Nur dank der mentalen Grösse und der Konzentration der Spielerinnnen aus Riehen, konnte trotzdem ein klarer Sieg ohne gröbere Verletzungen verbucht werden.

Dass es kein Zuckerschlecken sein würde, war schon vor dem Spiel klar. Die Gäste aus dem Jura sind im Klassement neben dem BC Arlesheim in der Verfolgerrolle und waren in ausreichender Anzahl angereist. Das Team des CVJM Riehen dagegen präsentierte sich stark reduziert: Magen-Darmgrippe, und Verletzungen haben Spuren hinterlassen, so waren nur gerade 7 Spielerinnen anwesend, dabei Nina Bilic, welche erst vor wenigen Monaten mit dem Basketball angefangen hat.

Die Gegnerinnen starteten gut und haben zu Beginn gezeigt, dass sie in der Lage sind, ein technisch robustes Basketball zu spielen. Mit Pressing und einigen gelungenen Kontern haben sie gleich zu Beginn mehrere Punkte Vorsprung errungen, während die Riehenerinnen sich im gegnerischen Pressing schon im Aufbau verloren oder die Abschlüsse nicht erfolgreich beendet haben. Dies hat die Jurassierinnen offenbar Blut riechen lassen und sie haben wohl gedacht, dass sie das Spiel weiterhin so dominieren könnten. Doch schliesslich haben die Riehenerinnen routiniert wieder in ihr Spiel gefunden, das Spiel mit Gegenstössen zu dominieren begonnen und mit vielen erfolgreichen Durchbrüchen in die Zone soweit gekehrt, dass bereits zum Ende des ersten Viertels das Resultat wieder zu Gunsten der Heimmannschaft gekehrt war.

Was nun aber geschah, das hat allen objektiven Besuchern des Spieles gezeigt, wie wichtig die Rolle des Schiedsrichters ist. Die Kernfunktion der beiden Schiedsrichter ist die "Spielleitung"; das beinhaltet natürlich im Wesentlichen das Durchsetzen der Regeln in angemessenem Rahmen. Da die Riehenerinnen kein Pressing gespielt haben, um die Kondition zu schonen, weil ja nur begrenzt Spielerwechsel möglich waren, waren sie jedoch beim largen Auslegen der Regeln durch die Schiedsrichter rasch benachteiligt. Die gegnerischen Aufbauerinnen mit Nummer 7 und 11 schoben bei fast jedem Angriff kraftvoll die Verteidigerinnen aus Riehen mit dem Ellbogen und gestrecktem Arm zur Seite und nur ein Bruchteil aller Fouls wurde gepfiffen. Dass dies bei zwei unterschiedlich spielenden Teams krasse Auswirkungen haben würde, hat sich dann im Verlaufe der verbleibenden Spielzeit leider bewahrheitet. Dazu haben sich einige klare Fehlentscheide gesellt (ein Foul weit vor dem Wurf wurde als während dem Wurf geahndet, eine gut stehende Verteidigerin wurde mit Offensivfoul gefoult und hat selbst das Foul erhalten usw.). Das hat die Stimmung im Saal kippen lassen.

Wenn man zu Beginn grosszügig über Fouls hinwegsieht, ist es anschliessend schwierig, die Schraube wieder anzuziehen. So entglitt das Spiel der Leitung durch die Schiedsrichter. Das hat im dritten Viertel dazu geführt, dass die Jurassierinnen ihr spielerisches Defizit noch vermehrt mit Härte zu kompensieren versuchten. Es wurde gefoult und gehackt was das Zeug hielt. Dies gipfelte in zwei krassen Situationen, welche die Spielerinnen des CVJM Riehen fast mit übelsten Verletzungen hätten bezahlen müssen. Bei der ersten Situation wurde eine Aufbauspielerin derart hart angerempelt, dass Verletzungen nur noch durch deren Ausweichen verhindert werden konnten. Mit Basketball hatte das Spiel nur noch wenig zu tun - Rugby, Thaiboxen oder ähnliche Sportarten kamen der Sache schon näher. Immerhin wurde dieses Foul wenigstens geahndet. Wenig später zog eine Riehenerin alleine zum Korb und setzte zum Korbleger an. Als sie in der Luft war, setzte die Verfolgerin aus dem Jura zum Sprung in die Seite an und brachte sie ohne auf den Ball zu gehen zum Fall. Hier wäre aus zwei Gründen ein unsportliches Foul angebracht gewesen: Die Aktion hatte eine direkte Gefährdung der Offensivspielerin zur Folge - mit einer Verletzung musste die Verteidigerin rechnen, zudem war keine Hand zum Ball ausgerichtet, sondern der Ellbogen seitlich auf deren Körper gerichtet - zum anderen war das Foul ausserhalb der "No charging zone" und eine klare "Notbremse". Als der Coach der Riehenerinnen daher intervenierte, kassierte dieser jedoch dafür ein technisches Foul. Mehr brauchte es nicht mehr, um als Spielleiter jegliche Autorität auf dem Platz zu verlieren.

Was die Spielerinnen aus Riehen in den verbliebenden rund 16 effektiven Spielminuten über sich ergehen lassen mussten, war peinlich. Wie Punchingballs kassierten sie Fouls die nicht geahndet wurden und jede noch so unbedeutende Aktion ihrerseits wurde abgepfiffen. Die Videoanalyse hat gezeigt, dass neben den nur gerade 8 sanktionierten Fouls der Jurassierinnen noch mindestens 27 weitere Fouls mit Einfluss auf das Spielgeschehen hätten gepfiffen werden müssen. Dagegen haben in der gleichen Zeit die Riehenerinnen 7 sanktionierte Fouls erhalten (davon ein technisches) und haben nur gerade 4 klare Fouls gemacht, die nicht sanktioniert wurden. Die Anzahl der Fouls zeigt bereits deutlich auf, welches Team versucht hat, mit basketballerischem Können das Spiel zu gewinnen und wer mangels Können versucht hat, sich mittels Fouls Vorteile zu verschaffen. Bedauerlich, dass dies durch die Spielleitung nicht in gleichem Ausmass wahrgenommen und sanktioniert wurde.

So ist der Ausgang des Spieles in vielerlei Hinsicht phänomenal: Die Riehenierinnen haben einmal mehr Nevenstärke bewiesen; keine wurde derart schwer verletzt, dass sie kommende Woche an den nächsten beiden Spielen nicht mehr eingesetzt werden könnte und auch ohne die fehlende Top-Scorerin konnte ein klarer Sieg im Verhältnis 2:1 errungen werden: Ein Verdienst des Kollektivs, der auf dem Zusammenspiel von Amanda de Laat, Gianna Gattlen und Lisa Bartelmus im Aufbau basiert und mit dem erfolgreichen Zenterspiel von Nina Seibold, Jana Trüeb und Sophie Wachsmuth abgerundet wurde. Mit diesem Spiel haben sich die Girls des CVJM Riehen Basketball definitiv nicht nur einen weiteren Sieg im Kampf um den Saisontitel geholt, sondern auch den Sieg der Herzen errungen.

CVJM Riehen Basketball: Sophie Wachsmuth (18), Amanda de Laat (14), Nina Seibold (16), Gianna Gattlen (5), Jana Trüeb (27), Elisabeth Bartelmus (6), Nina Bilic. - Coach: Urban Müller Freiburghaus

Herren 2.Liga: CVJM Riehen 1 - BC Pratteln 63:44 (36:23)

Mind Switch

Am vergangenen Mittwoch konnte das erste Herrenteam des CVJM Riehen sein erstes (und in der Vorrunde einziges) Heimspiel bestreiten. Der Gegner war der motivierte Aufsteiger aus Pratteln, welcher in seinen bisherigen Partien (resultatemässig) Eindruck schinden konnte.

Diesmal sollte es aber das Heimteam sein, das insbesondere im ersten Viertel beeindruckte. Mit präzisem Kalkül und taktischer Disziplin konnte man das Konzept der Gäste kompromisslos demontieren. Vorne spielte man die Systeme fehlerlos durch. Vor allem Michael Frei konnte so profitieren und 7 Treffer im Viertel erzielen. In der Defense passte sich die Zone klammernd an die Offense der Pratteler an, so dass man nach den ersten zehn Minuten mit einer soliden 23-9 Führung in die erste Pause ging.

Der Vorsprung fiel bis Ende Spiel nie unter 10 Punkte. Die Riehener liessen sich nie aus der Ruhe bringen und blieben bis zum Schlusspfiff taktisch resolut. Eine wirklich beeindruckende Leistung eines Teams, das bis vor drei Jahren weitgehend ein einziges Konzept kannte: run and gun.

Diese Leistung widerspiegelte sich auch bei den Punktetotalen. Nebst dem Topscorer Al-Rubai (15) konnten drei weitere Spieler (Sonderegger, Moser, Aebi N) zweistellig punkten. Aus dem Feld warf man 53%; von der Linie hapert es jedoch weiterhin: armselige 44% betrug die Quote (was genau dem Saisondurchschnitt entspricht).

Nächste Woche stehen zwei harte Spiele an: auswärts gegen das ungeschlagene Allschwil und die motivierten Liestaler.

Riehen mit Aebi, J (2), Sonderegger (11), Fretz (4), Aebi N (10), Lee (3) Frei (7), Del Moral (1), Ilic, Moser (10), Al-Rubai (15)

Viertelsresultate: 23:9, 13:14, 12:10, 15:11 | Freiwürfe: 7-16